Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch? Umfrage: Keine Berührungsängste beim Thema künstliche Befruchtung

Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch? Umfrage: Keine Berührungsängste beim Thema künstliche Befruchtung

22.06.2016

Aktuelles: Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch? Umfrage: Keine Berührungsängste

Endlich Eltern - einige Krankenkassen unterstützen ihre Mitglieder auf dem Weg zum Wunschkind. Foto: djd/IKK classic/thx

Jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Die künstliche Befruchtung bleibt häufig der einzige Weg zum eigenen Baby. Berührungsängste gibt es mit dem Thema heute kaum noch, das zeigt eine aktuelle Studie der Krankenkasse IKK classic. Doch viele Männer und Frauen sehen an den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen Verbesserungsbedarf.

Hilfe auf dem Weg zum Wunschkind

Jede zweite Frau zwischen 20 und 50 Jahren würde eine künstliche Befruchtung in Erwägung ziehen, wenn der eigene Kinderwunsch anders nicht zu erfüllen wäre. Bei den Männern sind dafür 45 Prozent aufgeschlossen, ergab die Befragung unter 500 Männern und Frauen dieser Altersgruppe. Generell befürworten 78 Prozent der weiblichen und 66 Prozent der männlichen Teilnehmer eine medizinische Kinderwunschbehandlung, wenn es auf natürlichem Weg nicht klappt.

Geteilt ist die Meinung bei dem Verfahren "Social Freezing", bei dem Eizellen eingefroren werden, um - etwa aus Karrieregründen - die Schwangerschaft auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Während sich 45 Prozent der Frauen und 41 Prozent der Männer diesen Schritt vorstellen können, schließen dies 34 Prozent für sich aus. Jeder Vierte lehnt derartige Eingriffe grundsätzlich ab.

Gesetzeslage: Nachbesserungen gewünscht

Dass laut Gesetz nur verheiratete Paare finanzielle Unterstützung bei der Kinderwunschbehandlung erhalten, stößt bei vielen Befragten auf Kritik. 45 Prozent gaben an, dass auch Paaren ohne Trauschein diese Möglichkeit zustehen sollte. Mehr als ein Drittel wünscht sich generell höhere Zuschüsse durch die Krankenkassen. Eine große Zustimmung von mehr als 50 Prozent gibt es für die Regelungen zum Mindestalter von 25 Jahren bei Kinderwunschbehandlungen.

Auch die Altershöchstgrenze - 40 Jahre bei Frauen, 50 Jahre bei Männern - halten mehr als 50 Prozent für sinnvoll. Unter den über 40-jährigen Frauen wünschen sich allerdings 21 Prozent, dass die Altersgrenze nach oben korrigiert wird. Weitere Informationen zum Thema Kinderwunsch gibt es beispielsweise unter www.ikk-classic.de.

Finanzielle Unterstützung durch die Kassen

Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen 50 Prozent der Kosten für die ersten drei Versuche der künstlichen Befruchtung. Manche Krankenkassen gewähren ihren Mitgliedern zusätzliche Unterstützung. So reduziert etwa die IKK classic den Eigenanteil der Behandlungskosten pro Versuch um bis zu 500 Euro. In einigen Bundesländern gibt es weitere Zuschüsse von Bund und Land. Die Richtlinien dafür sind unter www.informationsportal-kinderwunsch.de zu finden.

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