Raumklima: Wie Temperatur, Luftqualität & Co. unser Wohlbefinden beeinflussen

Raumklima: Wie Temperatur, Luftqualität & Co. unser Wohlbefinden beeinflussen

10.03.2025

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität bestimmen, wie angenehm wir einen Raum empfinden – und können sogar unsere Konzentrationsfähigkeit, unseren Schlaf und unser Immunsystem beeinflussen. Somit hat das Raumklima einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Doch wie schafft man ein gesundes Raumklima? Lesen Sie in diesem Artikel praktische Tipps und Tricks für ein optimales Wohlfühlklima.

Warum das Raumklima so wichtig für die Gesundheit ist

Ein schlechtes Raumklima macht sich oft schleichend bemerkbar. Vielleicht fühlen Sie sich nach einem langen Tag in geschlossenen Räumen erschöpft, obwohl Sie sich kaum bewegt haben. Oder Sie wachen morgens mit trockenen Augen und Halsschmerzen auf. In vielen Fällen liegt die Ursache in der Luftqualität oder einer ungünstigen Temperaturregelung.

Besonders in den Wintermonaten kann das Heizen die Raumluft austrocknen. Die Schleimhäute in Nase und Rachen werden dadurch anfälliger für Viren und Bakterien. Andererseits kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung begünstigen – ein Problem, das besonders Allergiker und Asthmatiker belastet. Eine gute Raumluft sollte stets frisch, schadstoffarm und nicht zu trocken oder zu feucht sein. Regelmäßiges Lüften hilft, aber auch die Wahl des Heizsystems spielt eine große Rolle.

 

Die richtige Temperatur: Warum Heizsysteme eine Schlüsselrolle spielen

Während in Wohn- und Arbeitsräumen meist 19 bis 22 Grad Celsius als angenehm empfunden werden, sollte es im Schlafzimmer mit etwa 16 bis 18 Grad eher kühler sein. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen können das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.

Ist es zu kalt, frieren die Gliedmaßen schneller, die Muskeln verspannen sich und der Körper muss mehr Energie aufwenden, um warm zu bleiben. Ist es hingegen zu warm, fühlt man sich oft schlapp und unkonzentriert. Allerdings spielt nicht nur die Temperatur an sich eine Rolle, sondern auch die Art der Wärmeverteilung.

Klassische Heizkörper erwärmen hauptsächlich die Luft, was oft zu trockener Heizungsluft führt und Staub aufwirbelt. Zudem steigt die warme Luft nach oben, sodass es in Bodennähe häufig kälter bleibt. Das kann für Allergiker problematisch sein.

Eine Alternative bietet die moderne Infrarotheizung. Sie erwärmt die Luft nicht direkt, sondern stattdessen Objekte wie Wände und Möbel sowie den menschlichen Körper. Die Wärme einer Infrarotheizung ähnelt der Sonnenwärme und verteilt sich auch gleichmäßig im Raum, ohne Luftverwirbelungen zu erzeugen. Sie verhindern außerdem Schimmelbildung, da sie Wände trocken halten, was beispielsweise bei schlecht gedämmten Altbauten besonders von Bedeutung ist.

 

Luftfeuchtigkeit: Weder zu trocken noch zu feucht

Neben der Temperatur ist die richtige Luftfeuchtigkeit entscheidend. Liegt sie unter 40 Prozent, führt das meist zu trockenen Schleimhäuten, Augenreizungen und statischer Aufladung von Textilien. Werte über 60 Prozent wiederum begünstigen die Bildung von Schimmel und Milben. Wie kann die optimale Luftfeuchtigkeit erreicht werden?

Regelmäßiges Stoßlüften ist die einfachste Methode, überschüssige Feuchtigkeit abzuleiten. Gerade nach dem Duschen oder Kochen sollte feuchte Luft gezielt nach draußen transportiert werden. Pflanzen sind ebenfalls eine natürliche Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. In der Heizsaison kann auch ein Luftbefeuchter sinnvoll sein, um zu trockene Luft auszugleichen. Aber auch hier gilt es Vorsicht walten zu lassen, um einer Gefahr durch Legionellen zu entgehen. Alternativ helfen Schalen mit Wasser auf der Heizung oder feuchte Tücher über der Heizung.

Zusammengefasst gibt es also einige Tipps, durch die sich ein optimales Raumklima entwickeln kann:

 

Bereits mit wenigen Schritten kann das Raumklima verbessert werden (© heatness.de).

 

Luftqualität: Unsichtbare Schadstoffe reduzieren

Für ein ideales Raumklima spielt auch die Luftqualität eine entscheidende Rolle. In Innenräumen sammeln sich oft Schadstoffe aus Möbeln, Teppichen oder Reinigungsmitteln an. Zudem steigt in schlecht gelüfteten Räumen die CO₂-Konzentration, was zu Konzentrationsproblemen und Müdigkeit führen kann.

Wer für frische und saubere Luft sorgen möchte, sollte regelmäßig lüften und auf schadstoffarme Materialien setzen wie beispielsweise Öko-Möbel. Auch Luftreiniger mit HEPA-Filtern können helfen, Feinstaub und Allergene zu reduzieren. Alternativ sind bestimmte luftreinigende Pflanzen dafür bekannt, die Luftqualität zu verbessern, da sie sie von Schadstoffen zu befreien. Besonders empfehlenswert sind diese Pflanzen:

 

Diese 5 Zimmerpflanzen filtern einige Schadstoffe aus der Luft (© heatness.de).

 

  • Das Einblatt verbessert die Luftfeuchtigkeit und neutralisiert Schadstoffe.
  • Die Aloe Vera gibt Feuchtigkeit ab und verbessert die Luftqualität.
  • Der Bogenhanf filtert Schadstoffe wie Formaldehyd aus der Luft.
  • Die Areca Palme erhöht die Luftfeuchtigkeit und produziert übermäßig Sauerstoff.
  • Der Drachenbaum filtert Schadstoffe wie Formaldehyd und Benzol.

Studien haben gezeigt, dass Pflanzen nicht nur die Luftqualität verbessern, sondern auch das Wohlbefinden und die Produktivität steigern können.

 

Fazit

Ein gutes Raumklima trägt wesentlich zu Gesundheit und Wohlbefinden bei. Mit der richtigen Temperatur, einer ausgewogenen Luftfeuchtigkeit und sauberer Luft lassen sich Beschwerden vermeiden und die Lebensqualität steigern. Regelmäßiges Lüften, schadstoffarme Materialien und gezielte Maßnahmen zur Feuchtigkeitsregulierung schaffen eine angenehme Wohnatmosphäre.

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